Glücksforschung in Eisleben

Der Weg ins Glück – ein clowneskes Theaterangebot für junge Menschen mit und ohne Handicaps

 

 

„Haben sie mein Glück gefunden?“ Ein kurzes Stück zum Thema Glück von Anke Zimpel und Kathrin Lau bildete den Auftakt einer  Projektwoche mit zehn Teilnehmenden der Levana Schule und jungen Erwachsenen der Lebenshilfe Mansfelder Land.

 Was bedeutet Glück? Was macht dich glücklich? Wie klingt Glück für dich? Welche Farbe hat dein Glück? Welchen Gegenstand willst du niemals verlieren?

Jeder Tag stand unter einem bestimmten Motto um sich an das schöne Thema Glück heranzuwagen. Nach dem Kennenlernen wurden Szenen zu Lieblingstätigkeiten probiert, Tanzchoreographien mit bunten Tüchern entwickelt und gemeinsam mit Percussionsinstrumenten musiziert, zudem wurden die Mitschüler*innen und Lehrkräfte zum Thema interviewt.

In einer improvisierten Fundbüroszene beschrieben die Teilnehmenden ihre Lieblingsgegenstände und verewigten diese in sogenannten Fahndungsbildern.
Fußballticket, Kette, Ring, Pferd oder die Freundin waren Dinge bzw. Subjekte , die die Teilnehmer*innen glücklich machten.
Doch wie kommen diese Gegenstände nun zu ihren Besitzer*innen zurück?
In einer  Abstimmung entschied sich die Gruppe für drei ausgewählte Gegenstände und entwickelte gemeinsam Spielszenen dazu.

Für die Interviews zum Thema Glück gab es eine Einführung in Ton- und Interviewtechniken von dem angehenden Kulturpädagogen und Tontechniker Julian Rösler.
Beim Zuhören des entstandenen Audiofeature konnten manche es kaum glauben, dass sie selbst „etwas so professionelles“ produziert hatten.

Zum Tag der offenen Tür der Levana Schule (01.12.2016) wurden die Ergebnisse einem großen Publikum präsentiert.  Neben Mitschüler*innen und Lehrkräften waren auch Eltern, Geschwister und Freund*innen anwesend und bestaunten die Audioaufnahmen, fieberten bei der Handlung des Theaterstücks mit und lauschten dem „Glücksorchester“.
Der tosende Applaus ließ das anfängliche Lampenfieber vergessen lassen und bildete den optimalen Abschluss der kleinen Forschungsreise.
Nach so viel Glück fiel der Abschied nicht leicht und alle wünschten sich eine baldige Fortsetzung der Theaterarbeit.

Die Gruppe war in relativ kurzer Zeit eng zusammen gewachsen und  gerade die Vermischung von Menschen aus unterschiedlichen Bereichen hat allen Beteiligten sehr gut getan. Alle wollen die gemeinsame Theaterarbeit fortsetzen und  mit den Netzwerkpartner*innen ist in Zukunft eine kontinuierliche Etablierung eines Angebots für junge Menschen mit / ohne  Handicaps im Freizeitbereich geplant.

Matthias Hoppe (Bürgerreporter und Comiczeichner) hat seine Erfahrungen aus der Projektarbeit in einem Artikel und  Comics verewigt.

Ein Projekt in Kooperation mit  dem KDH Kinderdirekthilfe e.V. Gefördert durch Aktion Mensch im Rahmen des Förderprogramms „Noch viel mehr vor“

 

 

 

 

 

Audiofeature